Diego: Poker mit Atletico Madrid

Das Diego-Drama! Seit dem Verpisser-Skandal im Mai steht fest, dass der Superstar (26) kein Spiel mehr für Wolfsburg machen wird. Trainer Felix Magath (58) will den Diva-Kicker unbedingt loswerden, hat ihn sogar vom Training freigestellt. Laut „Marca“ hat Diego ein Angebot von Galatasaray Istanbul abgelehnt. Sein Vater und Berater Djair da Cunha verhandelt heute mit Atletico in Madrid.

 

 

Das Problem: Der Brasilianer kostet und verdient zu viel. Zu „AS“ sagte der Vater: „Diego hat große Hoffnung, zu Atletico zu gehen. Wir arbeiten daran.“

Diego twitterte: „Ich will meine Zukunft sofort entscheiden, denn ich kann es nicht mehr aushalten, nicht zu spielen. Ich bin bereit, mein Gehalt zu reduzieren, um bei Atletico zu spielen."

Schon am Wochenende hatte Magath verschärft gefordert, dass sich Diego bis 31. August einen neuen Verein suchen soll. Dann schließt das Transfer-Fenster. Der VfL-Coach will den Brasilianer unbedingt von der Gehaltsliste streichen.

Letzte Woche tönte Diego schon, dass Atletico ihn haben will. Laut „AS“ hat der Verein aber nur 5 Mio Euro Ablöse geboten. Magath sagte zu den Madrid-Gerüchten: „Ich weiß von nichts.“

Wäre Diego endlich weg, könnte Magath seine irre Einkaufs-Tour fortsetzen. Nachdem er letzte Woche den arbeitslosen Thomas Hitzlsperger (29) verpflichtet hatte, holte er am Montag noch drei Neue für Null! Die Verteidiger Sotirios Kyrgiakos (32), Hrvoje Cale (26) und Chris (32). Magath: „Wir brauchen erfahrene Spieler, die die Mannschaft verstärken.“

Nach der 1:4 Klatsche in Mönchengladbach ist das dringend nötig!

Magath: „Noch sind wir nicht vollständig. Man muss ja abwarten, ob uns noch jemand verlässt.“

Damit dürfte Diego gemeint sein...

 

Podolski: Türken bieten 9 Mio!

Zuerst wurde er als Köln-Kapitän abgesetzt. Beim 1:1 gegen Kaiserslautern fehlte er wegen Fieber. Jetzt greift Galatasaray Istanbul nach dem Nationalspieler!

9 Mio Euro Ablöse und ein Gehalt von 3 Mio Euro netto bieten die Türken. Und Trainer Fatih Terim plant mit Poldi schon in der Start-Elf...

BILD erfuhr: Der Trainer des Nobel-Klubs hatte im Trainingslager von Galatasaray in der Slowakei auf seiner Taktik-Tafel eine
Wunschelf für die neue Saison aufgeschrieben. Darauf stand dick in Rot geschrieben der Name Podolski!

Was sagen die Kölner zum Poldi-Wirbel? Geschäftsführer Claus Horstmann wiegelte zuletzt noch ab: „Uns liegt keine offizielle Anfrage für Poldi vor.“

Aber FC-Sportchef Volker Finke bestätigte gestern: „Es gab vor drei, vier Tagen einen Anruf von einem Unterhändler. Er wollte wissen, ob es eine Chance gäbe, Podolski zu bekommen. Das Gespräch war sehr kurz. Ich habe ihm gesagt, dass wir Poldi ohne Wenn und Aber behalten. Der Vermittler hatte Poldi auch auf dem Parkplatz vor dem Geißbockheim angesprochen...“

Trainer Stale Solbakken: „Ich habe mit Lukas aufgrund seiner Erkrankung am Wochenende zweimal telefoniert. Er hat nichts über Galatasaray gesagt. Ich habe den Eindruck, dass er bleibt. Er ist kein Spieler für Galatasaray, sondern für einen großen Verein.“ Er meint damit tatsächlich Köln...

Kabinen-Verbot für Hoeneß

Dieser intime Bayern-Bereich ist sogar für Uli Hoeneß (59) tabu!

Vor dem Spiel heute gegen den HSV erteilt Trainer Jupp Heynckes (66) dem Präsidenten offiziell Kabinen-Verbot.

O-Ton Heynckes: „Die Kabine ist Terrain des Trainers. Da hat niemand anderes etwas zu sagen. Das lasse ich nicht zu. Ich würde es nie zulassen, dass ein Präsident während der Halbzeitpause zur Mannschaft spricht. Das lasse ich nicht zu. Das habe ich den Herren auch gesagt.”

Hoeneß war am Mittwoch beim Spiel gegen Zürich (2:0) in der Halbzeit wütend vor die Kabine marschiert.

Heynckes gestern: „Uli Hoeneß war im Lizenzspielerbereich, aber nicht in der Kabine.“ Heißt: Im Korridor vor der Tür, nicht im „Allerheiligsten“.

Erst nach jedem Spiel darf der Präsident rein. Heute soll Hoeneß zum Gratulieren vorbei kommen. Die Bayern haben nach dem Dusel-Dreier in Wolfsburg (1:0) den ersten Heimsieg der Saison fest eingeplant. Angeführt von Philipp Lahm (27) und Bastian Schweinsteiger (27), deren Führungsqualitäten Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn (42) kritisiert hatte.

Bundestrainer Jogi Löw (51) stellt sich auf „SPORT BILD online“ vor seine Nationalspieler: „Niemand von all den ehemaligen Nationalspielern, die sich jetzt in der Führungsspieler-Diskussion kritisch äußern, war in seinem Alter nur annähernd so weit mit seinen Führungs-Qualitäten wie jetzt Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger.”

Neue Hoeneß-Attacke gegen die Fifa

„Ich kann ihnen 50 Namen bei der Fifa nennen, die Dreck am Stecken haben.“

 

Fifa, nein danke. Uli Hoeneß (59) feuert weiter gegen den Weltverband.

Aktuell

„Ich kann ihnen 50 Namen bei der FIFA nennen, die Dreck am Stecken haben“, sagte der Bayern-Präsident am Rande des Bundesliga-Auftaktspiels Dortmund gegen HSV.

Erst vor zwei Tagen hatte Hoeness in einem Interview mit dem „Stern“ DFB-Chef Theo Zwanziger wegen dessen Haltung bei der Wiederwahl von Fifa-Boss Sepp Blatter massiv angegriffen: „Ich verstehe einfach nicht, dass er bei all den fragwürdigen Fakten, die auf dem Tisch lagen, verkündete, Blatter zu wählen. Wenn er gesagt hätte, ich wähle ihn nicht, dann hätte er ein Zeichen gesetzt. Diese Chance hat er vertan.“

Am Rande des Bundesliga-Auftaktspiels legte der Bayern-Präsident im Sky-Interview nach: „Es ist so viel Schlimmes passiert bei der Fifa in den letzten Monaten. Der DFB hätte sich der Stimme enthalten sollen und sich selbst ein Bild von den Vorkommnissen machen müssen.“

Uli Hoeneß sieht das Ansehen des Fußballs insgesamt in Gefahr. „Die großen Verbände müssen für das Image des Fußballs Zeichen setzen. Sie müssen alles vernünftig aufarbeiten, damit der Fußball wieder an Glaubwürdigkeit gewinnt, und zwar extern, nicht intern. Denn was da gelaufen ist, hat man in den vergangenen Jahren gesehen.“

Lautern-Boss Kuntz rettet zwei Kinder vor Hooligans 

Schlimme Szenen nach dem 0:3 im Pokal von Fünftligist Dynamo Berlin gegen Lautern. 250 Berliner Hooligans stürmen prügelnd den Gästeblock. Lautern-Boss Stefan Kuntz (48) und Team-Manager Marco Haber (39) helfen dabei, die eigenen Fans zu schützen.

Kuntz: „Wir haben aus dem Block zwei Kinder rausgeholt und im Mannschaftsbus in Sicherheit gebracht.“

Die Pfälzer hatten über 2000 Fans dabei. Die schockierende Bilanz: 18 Polizisten verletzt. 27 Festnahmen. Auch unter Lauterns Anhängern zahlreiche Verletzte.

Ein FCK-Fan: „Sie sind wie wild auf uns losgegangen. Es herrschte die totale Panik.”

Warum konnten die Hooligans den Block stürmen?

Die Polizei bemängelte in einer Pressemitteilung die Arbeit des zuständigen Sicherheitsdienstes „JWD-Security“ („Jederzeit wachsam und dienstbereit“): „Eine erste Auswertung ergab, dass Maßnahmen des Ordnerdienstes zu den Problemen geführt bzw. den Verlauf begünstigt haben.“

Ein Tor sei geöffnet worden, dadurch konnten die Chaoten in den Gästebereich rennen. Danach wurde das Tor verschlossen. Die Polizei konnte deshalb nicht sofort nachrücken.

Berlin-Kapitän Amadeus Wallschläger, der selber bedroht wurde: „Die sollen sich doch im Wald kloppen. Solche Idioten wollen wir hier nicht haben!“

 

 

Widerliche Jagdszenen in Berlin! Hooligans vom Fünftligisten BFC Dynamo stürmten den Lautern-Block, prügelten ohne Rücksicht auf Frauen und Kinder auf Zuschauer ein. Lautern-Boss Kuntz (r.) brachte zwei Kinder im Teambus in Sicherheit.
Widerliche Jagdszenen in Berlin! Hooligans vom Fünftligisten BFC Dynamo stürmten den Lautern-Block, prügelten ohne Rücksicht auf Frauen und Kinder auf Zuschauer ein. Lautern-Boss Kuntz (r.) brachte zwei Kinder im Teambus in Sicherheit.

DFB-Pokal 1. Hauptrunde

Termin

Heim

 

Gast

Ergebnis

29.07.11,20.30

Rot-Weiss Essen

-

1. FC Union Berlin

6:5 (1:0)

29.07.11,20.30

RB Leipzig

-

VfL Wolfsburg

3:2 (3:2)

29.07.11,20.30

1. FC Saarbrücken

-

FC Erzgebirge Aue

1:3 (0:1)

29.07.11,20.30

Jahn Regensburg

-

Mönchengladbach

1:3 (1:2)

29.07.11,20.30

SV Wehen Wiesb.

-

VfB Stuttgart

1:2 (1:1)

29.07.11,20.30

VfL Osnabrück

-

1860 München

2:3 (2:1)

30.07.11,15.30

BFC Dynamo

-

Kaiserslautern

0:3 (0:2)

30.07.11,15.30

Hallescher FC

-

Eintracht Frankfurt

0:2 (0:0)

30.07.11,15.30

1. FC Heidenheim

-

Werder Bremen

2:1 (0:1)

30.07.11,15.30

Dynamo Dresden

-

Bayer Leverkusen

4:3 (0:2)

30.07.11,15.30

Eintracht Trier

-

FC St. Pauli

2:1 (1:0)

30.07.11,15.30

Arminia Bielefeld

-

1. FC Nürnberg

1:5 (1:3)

30.07.11,15.30

Rot Weiss Ahlen

-

SC Paderborn

0:10 (0:4)

30.07.11,15.30

SV Babelsberg 03

-

MSV Duisburg

0:2 (0:2)

30.07.11,15.30

VfB Oldenburg

-

Hamburger SV

1:2 (1:1)

30.07.11,19.30

Holstein Kiel

-

Energie Cottbus

3:0 (1:0)

30.07.11,19.30

SV Sandhausen

-

Borussia Dortmund

0:3 (0:1)

30.07.11,19.30

Kickers Emden

-

FSV Frankfurt

1:5 (1:1)

30.07.11,19.30

Hansa Rostock

-

VfL Bochum

5:7 (1:0)

30.07.11,19.30

RW Oberhausen

-

FC Augsburg

1:2 (1:1)

31.07.11,14.30

FC Oberneuland

-

FC Ingolstadt

1:4 (1:2)

31.07.11,14.30

Unterhaching

-

SC Freiburg

3:2 (1:1)

31.07.11,14.30

Karlsruher SC

-

Alemannia Aachen

3:1 (1:1)

31.07.11,14.30

Eimsbütteler TV

-

Greuther Fürth

0:10 (0:3)

31.07.11,14.30

Anker Wismar

-

Hannover 96

0:6 (0:4)

31.07.11,16.00

Meuselwitz

-

Hertha BSC Berlin

0:4 (0:2)

31.07.11,16.00

Germania Windeck

-

1899 Hoffenheim

1:3 (1:0)

31.07.11,17.30

FC Teningen

-

Schalke 04

1:11 (1:6)

31.07.11,17.30

KSV Hessen Kassel

-

Fortuna Düsseldorf

0:3 (0:1)

31.07.11,17.30

SVN Zweibrücken

-

FSV Mainz 05

1:2 (0:0)

31.07.11,17.30

SC Wiedenbrück

-

1. FC Köln

0:3 (0:2)

01.08.11,20.30

Eintr. Braunschweig

-

Bayern München

 (-:-)

WER BLAMIERT SICH HEUTE?

 

Kurz nach Wolfsburgs Pokal-Aus bei Viertligist RB Leipzig twitterte Schalke-Star Alex Baumjohann (24) im Internet: „hahahahahahahahahaha“.  

Öffentliche Häme des Mittelfeldspielers über den Misserfolg des ungeliebten Ex-Trainers? So jedenfalls fassten einige seiner Follower den Eintrag auf, ein Kommentar lautete: „Ah, Herr Baumjohann hat sky geguckt“. Aber Schalkes vermeintliches Lästermaul dementierte Stunden später den Zusammenhang „mit irgendwelchen Ergebnissen“.

DFB-Pokal

 

DFB-Pokal Viertligist ballert Magath raus

Zuzutrauen wär's ihm aber! Unvergessen der Twitter-Gruß, den Baumjohann zum Magath-Antritt beim VfL im März online stellte: „Viel Spaß Wolfsburg.... :-)))))))“ Sarkasmus pur!

Egal, ob sein Twitter-Gelächter im aktuellen Fall dem Wolfsburger Fehltritt galt oder nicht – Schadenfreude gehört im Fußball einfach dazu. Vor allem Pokal-Patzer bei unterklassigen Klubs begeistern die Massen (ausgenommen die Fans des betroffenen Klubs).

Wolfsburg ist gestern ausgeschieden – wer blamiert sich heute?

• Zittern bei Werder! Nach einer unterirdischen Saison und holpriger Vorbereitung müssen die Bremer bei Drittligist Heidenheim antreten. Eine Niederlage wäre nicht nur ein Albtraum-Start, zudem wäre auch der kürzeste Weg zurück in den Europapokal verbaut.

• Zittern beim HSV! Auch die Hamburger haben eine Saison zum Vergessen hingelegt, zur neuen Spielzeit wurde die Mannschaft extrem verjüngt. Wird schon Fünftligist Oldenburg im Pokal zum Stolperstein? Beim HSV will sich keiner ausmalen, wie die Bubi-Truppe eine solche Mega-Blamage bis zum Bundesliga-Auftakt wegstecken würde.

• Zittern bei Eintracht Frankfurt! Der Bundesliga-Absteiger kann diese Saison nur verlieren: Die nach dem Rückrunden-Absturz gefrusteten Fans erwarten den direkten Wiederaufstieg – und natürlich auch einen klaren Sieg bei Außenseiter Halle (4. Liga).

• Zittern auch bei Lautern und Leverkusen! Beide haben es mit unangenehmen Ost-Gegnern zu tun (Lautern bei Dynamo Berlin, Leverkusen in Dresden), die ihren Fans eine erbitterte Pokal-Schlacht bieten wollen.

WER BLAMIERT SICH HEUTE?

„Bitte nicht wir!“, hoffen die Bundesliga-Stars, wenn sie den Amateur-Platz betreten – einige von ihnen wohl mit wackligen Knien.